Abrechnung mit Krankenkassen für Diabetiker

Leistungen

Unsere Podologiepraxis hat die Zulassung durch alle gesetzlichen Krankenkassen in Hessen erhalten.

Muster einer Heilmittelverordnung

Bei Vorliegen einer durch einen Arzt ausgestellten Heilmittelverordnung (Formblatt 13 für Maßnahmen der podologischen Therapie) können folgende Leistungen direkt mit den Krankenkassen abgerechnet werden:

 

  • Hornhautabtragung; Hornhautbearbeitung (Indikationsschlüssel DFa)
  • Nagelbearbeitung (Indikationsschlüssel DFb)
  • Podologische Komplexbehandlung (Indikationsschlüssel DFc)
  • Wegegebühr bei Hausbesuch

 

Die Heilmittelverordnung kann von Ärzten allerdings nur für Diabetes-Patienten mit Folgeerkrankungen des Fußes (Angiopathie oder Neuropathie) ausgestellt werden.

 

Hinweise zur Verordnung

Wenn der Arzt für Sie eine Heilmittelverordnung ausgestellt hat, dann achten Sie bitte auf folgende zwei Punkte:

  • Ist die Verordnung korrekt ausgestellt? Gelegentlich kommt es bei der Ausstellung der Verordnung zu Fehlern, insbesondere beim Indikationsschlüssel, für den es nur drei gültige Werte gibt: DFa, DFb oder DFc (zur Bedeutung siehe Leistungen). Vergessen wird manchmal auch das Feld "Anzahl pro Woche" auszufüllen. Üblich sind hier Werte zwischen vier und sechs Wochen.
  • Vereinbaren Sie bitte rechtzeitig einen Behandlungstermin. Die Krankenkassen geben vor, dass die Erstbehandlung spätestens 10 Tage nach Ausstellung der Verordnung erfolgen muss. Falls auf der Verordnung ein Datum im Feld "Behandlungstermin spätestens am" eingetragen ist, dann muss dieses beachtet werden. Am Besten vereinbaren Sie umgehend einen Termin für ihre erste Behandlung, sobald Sie eine Verordnung erhalten haben.

 

Zuzahlung des Versicherten

Versicherte müssen 10% der Behandlungskosten sowie 10 Euro je Verordnung selbst übernehmen, es sei denn, sie sind von der Zuzahlung befreit.

Beispiel

 

Annahmen

  • Patient ist bei der Techniker-Krankenkasse (Ersatzkasse) versichert
  • Verschrieben wurden 3 Podologische Komplexbehandlungen
  • Patient kommt zur Behandlung in die Praxis
  • Patient ist nicht zuzahlungsbefreit

 

Kosten der Behandlungen insgesamt: 3 x 26,20 Euro = 78,60 Euro

 

Zuzahlung des Patienten:

  • Gebühr für die Verordnung: 10,00 Euro
  • 10 % der Behandlungskosten: 7,86 Euro
  • Summe Zuzahlung: 17,86 Euro

So finden Sie einen Podologen mit Kassenzulassung in Ihrer Nähe

Im deutschen Gesundheitssystem benötigen Leistungserbringer (z.B. Podologen, Physiotherapeuten, Ärzte) eine Zulassung, um ihre Leistungen regulär mit den gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen. Die Leistungserbringer müssen spezielle Auflagen (z.B. für Ausbildung, Fortbildung, Behandlungsräume) erfüllen, um die Zulassung zu erhalten. Manche Leistungserbringer, darunter auch viele Podologen, wollen bzw. können die Zulassung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nicht erhalten.

Der wahrscheinlich einfachste Weg einen Podologen in Ihrer Nähe mit Zulassung durch die Gesetzlichen Krankenkassen zu finden ist es, bei Ihrer Krankenkasse nachzufragen. Den Krankenkassen werden durch die zentrale Zulassungsstelle regelmäßig die Liste aktuell zugelassenen Podologen zur Verfügung gestellt. Allerdings hängt es von der Krankenkasse ab, wie häufig das interne System aktualisiert wird.

 

Eine andere Möglichkeit einen Podologen mit Krankenkassen-Zulassung zu finden ist es, entsprechende Listen im Internet zu durchsuchen. Von den wenigen vorhandenen Listen ist die des Deutschen Podologen Verbandes eine der umfangreichsten. Leider ist keine der Listen vollständig, da die Eintragung freiwillig ist. Hinzu kommt, dass aus den Listen oft nicht erkennbar ist, ob die Kassenzulassung eines Leistungserbringers möglicherweise zurückgegeben oder entzogen wurde.

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Letzte Aktualisierung am 24. April 2009